15.01.2011 Bürgergenossenschaften sind trendy

Dass Bürgergenossenschaften im Trend der Zeit liegen, ist von der Wärme-Strom-Gemeinschaft e.G. in Schwabach bei ihrer jüngsten Informationsveranstaltung im Mehrgenerationenhaus bestätigt worden.

 

SCHWABACH – Dass Bürgergenossenschaften im Trend der Zeit liegen, ist von der Wärme-Strom-Gemeinschaft e.G. in Schwabach bei ihrer jüngsten Informationsveranstaltung im Mehrgenerationenhaus bestätigt worden. Mittlerweile verfügt diese Gemeinschaft über 60 Mitglieder. Im Jahre 2009 sind allein beim Genossenschaftsverband Bayern 48 neue Genossenschaften hinzu gekommen. Da die Wärme-Strom-Gemeinschaft eG in Schwabach mit dazu gehört, hat die Genossenschaft, dies zum Anlass genommen, über ihre Erfahrungen als Jungunternehmen im Energiebereich zu informieren.

Es wurde dabei deutlich, dass das Geschäftsfeld dieser Bürgergenossenschaft zunächst noch in der Förderung von Kraftwärmekopplung liegt. Mit den Firmen Senertec (Dachs) und Sanevo (WhisperGen) wurden zuverlässige Produktpartner gefunden. Neben Beratung und Verkauf wurde auch ein Contracting für Kunden angeboten, die zu wenig Eigenkapital hatten oder dieses für andere Maßnahmen einsetzen wollten.

Ende 2010 ging bereits die erste Vorzeigeanlage der Wärme-Strom-Gemeinschaft

in Roth in Betrieb und ans Netz.

Weitere Informationen lieferte bei dieser Veranstaltung Frank Bemmerlein vom Genossenschaftsverband. Er erklärte, dass es neben den etablierten Genossenschaften ( zu denen auch Banken gehörten) mit Millionengewinne nun auch vermehrt Genossenschaften gebe, die zwar gerade so den Erhalt des Eigenkapitals erwirtschaften, aber wertvolle Arbeit für die Gesellschaft insgesamt leisteten. Neue Formen des Wirtschaftens würden hier erprobt und konkrete Bedürfnisse der Bürger könnten so vor Ort zufrieden gestellt werden. Als Beispiel seien hier Dorfläden anzusehen. Von daher dürfe eben die gesellschaftspolitische Bedeutung der Genossenschaften nicht unterschätzt werden, meinte Frank Bemmerlein.

Angelika Majchrzak-Rummel, Moderatorin dieser Info-Veranstaltung, wies daraufhin, dass sicherlich auch deswegen das Jahr 2012 von den Vereinten Nationen zum „Internationen Jahr der Genossenschaften“ erklärt werde . Die Moderatorin gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies ein Anlass zur Verbesserung der Startbedingungen sein müsste. Denn als Jungunternehmen könne eine Genossenschaft keine Existenzgründungshilfen in Anspruch nehmen. Deshalb müsse die Anfangsphase mit viel Engagement ohne marktübliche Vergütung von den Aktiven überbrückt werden. Von daher setzte man auf eine noch stärkere Vernetzung von kleinen Genossenschaften, um im Genossenschaftsverband besser für eine Unterstützung zu kämpfen.

Da Genossenschaften in Konkurrenz zu rein Profit orientierten Kapitalgesellschaften stehen, sei es für sie notwendig, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die sich am Markt behaupten könnten. Gemäß diesem Sinne erweitert deshalb die Wärme-Strom-Gemeinschaft eG ihr Geschäftsfeld ab 2011. Sie wird dann maßgeschneiderte individuelle „Rund-um-Servic-Pakete“ für Vereine, Kirchen und Kommunen anbieten, die Schwierigkeiten mit Investitionen für energetische Problemlösungen ( wie Beleuchtung oder Heizung) haben. Auch Kleinstprojekte von Bürgergruppen (z.B. bei Solaranlagen) können nun unter dem Mantel der Wärme-Strom-Gemeinschaft eG. realisiert werden. Getreu dem Motto des Gründungsvaters des deutschen Genossenschaftsgedanken Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was einer nicht kann, das können viele!“.

Kontaktmöglichkeiten und Veranstaltungshinweise sind erhältlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon: 0151 2177 1085 oder 09122 171309

Partner Anzeigenteil

Fa. Anton Herzog - Heizung-/Sanitär
Edeka Markt Krawczyk

Referenzen Kurzinfo

Referenzobjekt 2012-008 Edeka Markt Schwabach Nördlinger Str. 44

 

Weiterlesen...